Gewagtes Spiel

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Das letzte, was Charlotte Vega jetzt in ihrem Leben braucht, ist ein eingebildeter HEISSER Stuntman wie Ty Campbell. Doch als er den ultimativen Stunt durchzieht – eine sexy-romantische Geste, die in einer charmanten Einladung zu einem Abendessen auf dem Wasser bei Sonnenuntergang gipfelt –, kann sie ihm nicht widerstehen. Einsatz: Desaster.

Ihr holpriges erstes Date wird noch schlimmer, als seine Yacht (okay, nicht seine, er hat sie sich geborgt) auf Grund läuft. Ty bleibt nichts anderes übrig, als stundenlang auf die Flut zu warten. Ohne Strom kann er das geplante Abendessen nicht zubereiten und muss sich mit einer hungrigen und schlecht gelaunten, aber unglaublich erotischen Frau herumschlagen.

Doch Ty ist wild entschlossen, das Date zu retten, darum schlägt er zum Zeitvertreib ein Spiel vor. Doch was er dabei erfährt, führt ihm vor Augen, dass er vielleicht gerade das Date mit der perfekten Frau vermasselt hat. Wie soll er sie jetzt für sich gewinnen?

Bonus Epilog

Ein Blick in die Zukunft

Vorsichtig nahm Ty seine neugeborene Tochter aus dem Autositz und trug sie auf dem Arm zur Haustür. Kein Tragekorb für sie. Wie auch schon bei T.J. wollten sie sie so viel wie möglich auf dem Arm oder in einem Tragetuch halten. Charlotte ging mit dem zweijährigen T.J. voraus. Sie führte ihn an der Hand, denn er war schon jetzt ein Sprinter. Das Baby schlief. Es war ein langer Tag gewesen; er war mit Charlotte nach Louisiana geflogen, sobald sie telefonisch informiert worden waren, dass die biologische Mutter ihres Babys in den Wehen lag.

Sie hatten ein paar Tage dort verbracht und den Papierkram erledigt, dann waren sie nach Hause geflogen und hatten T.J. bei seinem Großvater abgeholt.

„Jippieh! Spielen!“, rief T.J. in dem Moment, als sie das Haus betraten, sprang auf und ab und streckte sich nach der Hand des Babys.

„Noch nicht“, lächelte Charlotte. „Du musst ihr ein bisschen Zeit geben zu wachsen, bevor du mit ihr spielen kannst.“

Ty brachte das Baby die Treppe hinauf ins Kinderzimmer. Es hatte Charlotte ungeheuer Spaß gemacht, das Zimmer für ein Mädchen zu dekorieren – die Möbel und Wände waren weiß, doch überall waren rosa Farbtupfer – Bilder an den Wänden, die Bettwäsche, der Sessel, die Vorhänge und der Teppich. Alles passte zusammen und sah aus, wie aus einem Einrichtungsmagazin. Er hatte sie tun lassen, was immer sie wollte, denn bei T.J. hatte sie keine Gelegenheit dazu gehabt, da der Arzt damals strengste Bettruhe verordnet hatte.

T.J. rannte mit einem Spielzeugauto in jeder Hand durch das Haus und imitierte Motorengeräusche. Ty fing ihn ein, bevor er die Autos zwischen den Gitterstäben des Babybettchens hindurchschieben konnte. Er nahm ihn auf den Arm, schaltete das Babyphone ein und trug ihn hinaus. „Komm, ich spiel’ mit dir, kleiner Mann. Mackenzie braucht ihren Schlaf, damit sie wächst und bald groß genug ist, um mit dir zu spielen.“

T.J. schob sein Auto an Tys Brust empor. „Brummbrumm!“

Die kleine Mackenzie schlief trotz all des Lärms. Sie passte schon perfekt zur Familie. Auch wenn Mackenzie adoptiert war, fiel ihm eine gewisse Ähnlichkeit mit Charlotte auf. Sie hatte dunkelbraune Haare, braune Augen und eine Haut, die aussah, wie von der Sonne geküsst. Einfach bezaubernd.

Er setzte T.J. im Wohnzimmer ab, wo er sofort seine Autos über den Parkettboden katapultierte, bevor er zu einem kleinen Zimmertrampolin mit einem Haltebügel rannte und anfing, darauf herumzuhüpfen.

Ihr Haus war vollkommen auf Fitness ausgerichtet. Der kleine T.J. hatte genug Energie für zwei Kinder, und wenn sie nicht mit ihm nach draußen gehen konnten, ließen sie ihn im Haus toben. Sie waren erst vor Kurzem in ein neues, größeres Haus, ein Vierzimmerhaus im Kolonialstil in Eastman gezogen, nicht weit vom Haus seines Dads, den sie regelmäßig besuchten.

Ty und Parker filmten drei Monate pro Jahr, drei Tage die Woche für ihre Show Hot Finds auf dem Turbo Channel. Den Rest der Zeit half er Charlotte, ihr Personal Training Studio in einem separaten Gebäude hinter dem Haus zu koordinieren. Er kümmerte sich hauptsächlich um die betriebswirtschaftliche Seite, hatte aber auch selbst ein paar Kunden, die er trainierte.

Seine Nichte Viv war Charlotte ans Herz gewachsen. Sie lud sie regelmäßig ein, damit sie mit T.J. spielen konnte – oft am Wochenende, um Vivs Daddy und ihrer Stiefmutter ein bisschen Zeit allein zu schenken.

Er schaltete das Babyphone im Erdgeschoss ein und ließ sich aufs Sofa fallen, wo Charlotte bereits mit geschlossenen Augen saß. Er strich ihr die Haare aus dem Gesicht und küsste ihre Wange.

„Wie fühlst du dich?“, fragte er.

Sie schmiegte sich an ihn und legte ihren Kopf auf seinen Schoß, während sie ihre langen Beine ausstreckte. „Müde aber glücklich.“

Er streichelte ihre Haare. „Ich auch. Glaubst du, dass T.J. versteht, dass er eine Weile warten muss, bis er mit ihr spielen kann?“

Sie schloss die Augen. „Nein, sein Zeitverständnis beschränkt sich auf die Länge einer Folge Sesamstraße.“

Damit hatte sie Recht. Wann immer er T.J. sagte, dass er warten musste, fragte er: „Eine Sesamstraße oder zwei?“

Charlotte fuhr mit müder Stimme fort. „Ich glaube nicht, dass es hilft, ihm zu sagen, dass er mindestens dreihundertfünfundsechzig Folgen warten muss. Eine pro Tag natürlich.“

Ty lachte. „Ja, die will er dann wahrscheinlich alle an einem Stück anschauen.“

„Jupp. Damit er es hinter sich hat.“ Sie gähnte. „Wir müssen ihn im Auge behalten, damit er ihr nichts zu spielen gibt, was sie verschlucken könnte, oder versucht, sie hochzuheben. Du darfst ihn nie aus den Augen lassen.“

Ganz automatisch wanderte sein Blick zu seinem Sohn. Scheiße. Er war nicht auf dem Trampolin. In der Stille hörte er T.J. durch das Babyphone flüstern.

„Hoch mit dir.“ Er schob Charlotte von seinem Schoß, nahm zwei Stufen auf einmal und sprintete beinahe in das Zimmer des Babys. Charlotte war nicht weit hinter ihm.

Er blieb in der Tür stehen, drehte sich um und hob den Finger an den Mund. T.J. hatte den Arm durch die Gitterstäbe gesteckt und plapperte leise auf Mackenzie ein. Er fing gerade an, erste Sätze zu bilden und nur Ty und ein paar wenige, die ihn gut kannten, konnten mehr als nur ein paar Laute verstehen.

„Autos und Apfel“, sagte T.J. ernst. „Fernseher brabbel brabbel Autos.“ Am Ende des zweiten Satzes hatte seine Stimme Zimmerlautstärke erreicht. Es fiel ihm schwer, seine Begeisterung zu zügeln. Sie ließen ihn Tys Autoshow ansehen, und die hatte großen Eindruck auf ihn gemacht. Der kleine Junge war besessen von Autos.

Ty lächelte Charlotte an.

T.J. brabbelte weiter. „Mami, Käse brabbel brabbel Weihnachtsmann.“

Charlotte strahlte. „Ich komme noch vor Käse!“, flüsterte sie.

„Pst“, antwortete er. „Ich habe noch nichts von mir gehört, ich komme hoffentlich nach dem Weihnachtsmann.“

„Baum“, sagte T.J. „Autos, Daddy, Autos, Eiscreme. Guter Junge. Gutes Mädchen, gutes Mädchen.“

Charlotte drückte Tys Hand, er kam zwar noch weit hinter Äpfeln, Mami und dem Weihnachtsmann, doch T.J. hatte an ihn gedacht. Und das vor Eiscreme. Es gab nichts Besseres als ein Kind, um einen auf dem Boden der Tatsachen zu halten.

Er zog Charlotte vor sich, schlang seine Arme von hinten um sie, und gemeinsam beobachteten sie ihren Sohn dabei, wie er ihrer Tochter die Welt erklärte. Es war wirklich süß, bis T.J. müde wurde.

„Schlafenszeit“, sagte T.J und fing an, in das Babybettchen zu klettern, doch Charlotte hob ihn schnell hoch. T.J. quietschte, denn er dachte wahrscheinlich, dass seine Mom ein Superheld war und immer im Voraus wusste, was er tat. Mackenzie schlief weiter.

T.J. strampelte, denn er wollte zu ihr ins Bett. „Schlafenszeit! Baby!“

„Dazu ist sie zu klein.“ Charlotte drückte ihn zärtlich an sich. „Du machst ein Nickerchen mit Mami.“

Sofort entspannte er sich, vergrub seine Hand in ihren Haaren und schmiegte seinen Kopf an ihre Schulter. Charlotte brachte ihn zum Sessel, wiegte ihn sanft und sang ein Schlaflied.

Tys Herz wollte platzen, so schön war der Anblick von Mutter und Sohn. Er verstand, dass T.J. seine Mom wirklich brauchte, nachdem sie ein paar Tage weg gewesen waren und das neue Baby mit nach Hause gebracht hatten. Ty hatte nur vage Erinnerungen an seine eigene Mutter, die die Familie verlassen hatte, als er erst sechs Jahre alt gewesen war.

Es machte ihn so stolz zu wissen, dass seine eigenen Kinder in Charlotte eine so wunderbare Mutter hatten.

Er ging hinüber zu ihnen und beugte sich hinunter, um Charlotte zu küssen und anschließend die süßen Pausbacken seines Sohnes. Er betrachtete seine Tochter, die ein paar Schritte weit weg schlief, und seufzte zufrieden.

Jetzt war ihre Familie vollständig.

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